Lebensdauer
Windows 10 läuft noch — und das ist das Problem
Die Geräte starten weiter, öffnen Dateien und drucken. Genau deshalb passiert nichts. Was das Support-Ende praktisch bedeutet und welche drei Wege es gibt.
Der Support für Windows 10 endete im Oktober 2025. Seither ist auf vielen Schreibtischen nichts passiert — die Geräte starten, öffnen Dateien, drucken. Das ist die eigentliche Schwierigkeit: Es gibt keinen Tag, an dem etwas sichtbar kaputtgeht.
Was „kein Support“ tatsächlich heisst
Keine Sicherheitsupdates mehr. Eine Lücke, die im November gefunden wird, wird auf diesen Geräten nie geschlossen. Das Gerät fällt nicht aus — es wird zum Weg hinein, und zwar lautlos. Dazu kommt der praktische Teil: Neuere Fachanwendungen setzen zunehmend Windows 11 voraus, und im Schadenfall stellt eine Versicherung die Frage nach dem Patchstand.
Die drei ehrlichen Wege
Aufrüsten. Geräte ab etwa Baujahr 2018 erfüllen die Anforderungen von Windows 11 meistens. Prüfen lässt sich das je Gerät in wenigen Minuten.
Ersetzen. Was die Anforderungen nicht erfüllt, ist in der Regel sechs Jahre alt oder älter. Dann ist der Wechsel keine Update-Frage mehr, sondern eine Investitionsfrage — und die rechnet sich anders. Siehe Wo IT-Kosten wirklich entstehen.
Verlängern. Microsoft bietet kostenpflichtige Sicherheitsupdates über das Support-Ende hinaus an. Das ist eine Brücke mit Ablaufdatum, kein Zustand — brauchbar, wenn ein Ersatz terminiert ist, und teuer, wenn er es nicht ist.
Die Geräte, die nicht wechseln können
Es gibt sie: der Rechner an der Maschine, die Steuerung mit einer Software, für die es keine neue Fassung gibt. Diese Geräte kommen in ein eigenes Netzsegment, ohne Internet und ohne Zugriff auf die Dateiablage. Das ist keine Lösung, sondern eine Eindämmung — aber eine, die funktioniert.
Das Datum ist nicht das Problem. Das Fehlen einer Liste ist es: Welches Gerät kann wechseln, welches wird ersetzt, welches wird eingesperrt. Drei Spalten, ein Nachmittag.
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